Juli 04, 2017

KORFU - Kanoni, Vlacherna, Pontikonissi

Wir haben das zauberhafte Kotor in Montenegro am Abend verlassen und nähern uns durch die Straße von Korfu bis auf 2 km der Küste Albaniens, bevor wir den Hafen von Korfus Hauptstadt ansteuern. Korfu auf griechisch „Kérkyra“, ist mit 585,312 km² die zweitgrößte der Ionischen Inseln und damit die siebtgrößte Griechenlandes.
Im Hafen von Korfu machen die Kreuzfahrtschiffe meist nur für einen Tag halt, bevor sie weiter zu den Kykladen fahren. Die Kreuzfahrtveranstalter versuchen mit verschiedenen Ausflugsangeboten ihren Urlaubern die Insel näher zu bringen. Angeboten werden Ausflüge zu Korfus bekanntester Sehenswürdigkeit, dem „Achillion“ - das Sommerschloss der österreichischen Kaiserin Elisabeth, auch „Sissi“ genannt. Oder man begibt sich auf eine Jeep Safaris in das bergige Binnenland. Ein besonderes Erlebnis ist dabei die Fahrt hinauf zum Gipfel des Pantokrator, dem mit über 900 Metern Höhe höchsten Berg der Insel. Wir haben uns aber wie immer auf eigene Faust auf gemacht, auch um dem Touristenstrom zu entgehen. Noch dazu haben wir den Eindruck, zu Fuß oder mit den einheimischen Bussen die jeweiligen Länder und Orte am besten kennen zu lernen und fühlen zu können. 

Zu allererst haben wir früh am morgen einen leckeren frisch gebrühten Mokka genossen und die Altstadt auf uns wirken lassen.
Obwohl wir zu Ostern da waren, hatte die Sonne schon richtig Kraft. Der Postbote knattert mit seinem alten Mofa durch die Ladenstrasse und die ersten Kätzchen suchen sich ein Plätzchen in der Morgensonne.
Die meisten Touristen laufen hoch zur neuen Festung. Daher haben wir uns überlegt, lieber die alte Festung an zu schauen und auf dem Weg dahin einen Stopp in einem zuckersüßen Baklavaladen zu machen.
Ein paar der Köstlichkeiten ausgesucht und eingepackt und schon machten wir uns auf zur alten Festung, die zugleich Korfu Stadt´s Wahrzeichen ist.
Man betritt die alte Festung, die im 16. Jahrhundert durch die Venezianer erbaut wurde, über eine Stein Brücke.
Aus dieser Zeit stehen nur noch die Außenmauern, das Innere wurde im 19. Jahrhundert von den Engländern errichtet.
Heute findet man in einem der Gebäude neben einem Museum auch die Musikfakultät der Uni.
Die beste Aussicht von der Festung hat man von dem höchsten Punkt, dem Leuchtturm.
Dort suchten wir uns einen Platz im Schatten und genossen die süßen Köstlichkeiten.

Am besten auch etwas zu trinken mit nehmen!
Danach wollten wir aber schnell weiter, es gab noch so viel zu entdecken.

Genau gegenüber vom Haupteingang liegt ein kleiner Stadtpark mit unzähligen Kaffees, die gerade bei Einheimischen ein sehr beliebter Treffpunkt sind und auch die Bushaltestellen, wo wir uns erst einmal schlau gemacht haben.
Die Linie 2 fährt super günstig in etwa 20 Minuten zu unserem nächsten Ziel, der Mäuseinsel. Der Busfahrer sagt Bescheid, wenn man oben auf dem Aussichtspunkt „Kanoni“ ist, hier ist man echt in guten und freundlichen Händen.
Oben auf dem Berg stiegen wir aus und schauten uns um. Der Blick von Kanoni auf die Mäuseinsel „Pontikonissi“ und das Klosterinselchen Vlacherna ist einfach malerisch. 
Man hat von dort aber auch einen wunderbaren Ausblick auf die Start und Landebahn des Flughafens von Corfu. Die Maschinen fliegen nicht häufig, sind dann aber sehr nah zu sehen und daher gerade für die kleinen Kinder ein tolles Erlebnis. Der Aussichtspunkt mit seinen beiden Cafés trägt seinen Namen „Kanoni“ nach einer dort aufgestellten Kanone aus den Napoleonischen Kriegen aus dem 19. Jh. 
Die beiden Inselchen vor der Spitze der Halbinsel, Pontikonissi und Vlacherna, können beide besucht werden. Vlacherna über einen kurzen Damm, Pontikonissi mit einem der kleinen Fischerboote, die einen hinüber fahren. Zuerst gingen wir die paar Schritte zum Meer hinunter und liefen hinüber zur Vlacherna.



Darauf findet man ein kleines weiße Kloster mit roten Ziegeldach. Es wurde 1700 erbaut und ist heute verlassen.

 
Man findet im Inneren einen Souvenirshop und eine winzige Kirche, die mit ihren vielen Kerzen zum Gebet einlädt.
Was unser Herz aber viel mehr blühen ließ, waren der Klosterhund, der faul im Schatten lag und seine Insel „im Schlafen“ bewachte und das Miezenpärchen, welches Nachwuchs erwartete und sich über jede Streicheleinheit freute.
Die Insel ist so klein, dass das Kloster nahezu die ganze Fläche einnimmt.
Am Ende des Steges findet man Fischerboote, die einen zur davor gelagerten Mäuseinsel über setzen.
Der freundliche Fischer holt die Besucher wieder ab, sobald man am Rande steht und winkt… (als er uns auf der Insel absetzte, meinte er „tschüß, wir sehen uns in einer Woche ;)
Auf dem höchsten Punkt der Mäuseinsel - steht zwischen hohen schlanken Zypressen eine winzige byzantinische Kapelle aus dem 12. Jh.


Eine Gedenktafel erinnert daran, dass hier die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) gern saß.
Angeblich liebte sie es, von Kanoni aus auf die Insel zu schwimmen.
Zudem findet man einen kleinen Laden mit Erfrischungsgetränken, Eis und Kaffee und man kann handgefertigte Skulpturen und Kunst erwerben. 


Unser Fazit: Korfu ist bezaubernd und entschleunigt – wir hatten einen so wunderbaren Tag und werden auf jeden Fall noch einmal für längere Zeit hierher kommen, das blaue Meer, den frischen Fisch und die freundlichen Menschen genießen…
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