Juni 12, 2019

Isla Mujeres - Insel der Frauen - buntes Inselparadies im Golf von Mexiko - "Tortugranja"

(Werbung da Verlinkung) Eine der schönsten Erinnerungen an unsere Hochzeitsreise vor 10 Jahren war der Tagesausflug nach Isla Mujeres. Damals galt das kleine Inselchen mit einer Gesamtlänge von nur 7 km als wahrer Insidertipp, die Boote fuhren nur 2 mal täglich rüber und man hatte die kleine Insel mit den wenigen Einheimischen fast für sich allein. Touristen sah mal nur vereinzelt und wenn dann meist nur Individualreisende. Nun, dass hat sich etwas geändert und gerade am Pier wird es richtig voll. Bitte bringt euch unbedingt Sonnenschutz und Wasser mit, gerade wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, da ihr eventuell eine zeit lang in der Sonne warten müsst.
Wir haben die „Express Ferry“ von Puerto Juarez (nördlich von Cancún) aus genommen. Sie fährt alle 30 Minuten, die erste um 6 Uhr morgens, die letzte um 21:30 Uhr und braucht nur 25 Minuten. Die Überfahrt kostet etwa 3,50 Euro und dauert knappe 20 Minuten. Genaue Details findet man auch auf der entsprechenden website: https://www.ultramarferry.com/en
Playa Norte
Isla Mujeres ist Cancun 13 km vorgelagert und liegt in der „Bucht der Frauen“ – „Bahia de Mujeres“. Die 1517 von Hernandéz de Córdoba entdeckte Insel wurde ursprünglich von den Maya bewohnt und viele Frauen pilgerten hierhin, da sie der Göttin Ixchel, der Göttin der Fruchbarkeit, des Mondes und der Medizin gewidmet war.
Punta Sur
Im 18. Jahrhundert diente sie zudem als Zufluchtsort für Piraten oder Schmuggler, die hier ihre Familien unterbrachten, während sie Ihren "Arbeiten" nachgingen. 
Playa Norte
Sobald die Fähre am Pier von „Playa Norte“anlegt, empfängt einen neben den frechen Pelikanen das wunderbar fröhliche Calipsogefühl der Karibikinsel. Bunte angemalte Häuschen, entspannte Inselbewohner die davor im Schatten sitzen, Musik die aus den Bars und Lokalen strömt und leckeres Essen. Auch wenn die Insel etwas voller als noch vor ein paar Jahren ist, so ist sie trotzdem ein tolles Ziel für die ganze Familie.
Das Leben auf der Insel ist eher ruhig und beschaulich. Die Insel ist absolut nicht "schickimicki", sondern pur, ehrlich und herrlich charmant.

Die Menschen sind freundlich und auffallend offen, man kommt sofort ins Gespräch und fühlt sich wohl.


Wir haben uns sofort ein Golfcaddy gemietet und sind dem größten Ort der Insel entflohen in Richtung Süden.
Auf dem Weg zur Südspitze war unser erster Stopp an der „Tortugranja“ – der Schildkrötenfarm 
Adresse:
Tortugranja
Carretera a Garrafon, km 4
Isla Mujeres, Mexiko
Telefon: (998) 888 – 0705 

Öffnungszeiten:
Täglich von 09.00 - 17.00
Eintrittspreis: 30,- Peso, Kinder bis 5 Jahren gratis

Sie ist weiträumig ausgeschildert und bei einer Rundfahrt auf der Insel kommt man automatisch daran vorbei. Jedes Jahr zwischen Mai und Juli kommen die unter Artenschutz stehenden Meeresschildkröten an die Strände der Insel, um ihre Eier in den warmen Sand zu legen. Leider werden sie auch heute noch gejagt, da sie als Delikatesse gelten. Die kleinen Schildkröten, die nach 30 Tagen schlüpfen, waren bisher eine hilflose Beute für die Jäger.
Daher entstand die Idee der Schutzstation. Tierfreunde sammeln in nächtlichen Aktionen die frisch gelegten Eier ein, bringen sie zur Farm und ziehen sie groß. Wenn die Jungtiere kräftig genug sind, bekommen alle Kinder auf der Insel schulfrei und dürfen helfen, die Schildkröten zurück ins Meer zu bringen. Neben dem guten Zweck stärkt das natürlich auch ungemein das Naturgefühl der nächsten Generation und ein Gefühl für die Wichtigkeit des Erhalts der Natur.
Die Station hat ein kleines Gebäude, wo mehrere Becken stehen und ein direkt daneben im Meer gelegenes Außengehege, was nur durch einen dünnen Zaun vom freien Meer abgetrennt ist.
Neben Schildkröten liegen auf dem Meeresgrund dort auch große Rochen, bis sie vollständig genesen sind und wieder in die Freiheit entlassen werden können. Sollte man zwischen Mai bis August auf der Insel sein, hat man auch die Möglichkeit, an einer Nachtwache direkt am Strand teilzunehmen. Hierzu soll das Tortugranja - Büro direkt kontaktiert werden.
Tortugranja
Danach sind wir weiter gefahren in Richtung „Punta Sur“, der südlichsten Spitze der Insel. Hier hat man das Gefühl, dass die Welt zu Ende ist :)
Auf dem Felsen stehen Überreste eines alten Maya-Tempels, der früher als Leuchtturm genutzt wurde. Dafür zündeten die Einheimischen im Inneren des Gebäudes Fackeln an, deren Licht durch die Löcher nach außen drang und den Schiffen Orientierung gab.
Dort findet sich auch die große „Iguana Statue“ – der riesige Leguan. Daneben liegen aber auch zahllos viele Exemplare der Leguane in der Sonne und genießen ihren Tag auf den Felsen.
Iguana Statue
Punta Sur
Bei Punta Sur habe ich auch meinen ultimativen food truck gefunden, den hätte ich wirklich gerne :) 
Kurz vor Punta Sur findet man auch den „Riffpark El Garrafon“. Hier wird ein tolles Erlebnisprogramm angeboten: Schnorcheln, Tauchen mit Schlauch ohne Flasche (Snuba), Kayakfahren, sich mit einer Leine übers Wasser ziehen lassen- hier wird jeder sportbegeisterte Urlauber glücklich. Der dazugehörige Aussichtsturm, bietet den Besuchern einen Überblick über die prächtige Farbenwelt des Meeres und der Insel. Wer hier taucht oder schnorchelt, entdeckt eine farbenprächtige Welt – große Schwärme von karibischen Fischen aber auch Delfine und Meeresschildkröten. Wir haben uns
El Garrafon
Die eigentlichen Attraktionen der Insel befinden sich aber unter der Wasseroberfläche - Walhaie. Sie kommen von Mitte Mai bis September und sind ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Man kann bei geführten Touren mit diesen sanften Riesen tauchen und schwimmen und sie in Natur erleben, was an nur ganz wenigen Orten der Welt überhaupt möglich ist.


Für uns ging es aber wieder weiter, wir wollten uns lieber etwas ins Inselinnere unter die Einheimischen mischen und unseren Tag auf einer Schaukel am Strand beenden.


Dafür sind wir wieder in Richtung Norden zurück gefahren und haben unterwegs überall angehalten, wo wir ein paar Minuten länger Ausschau halten wollten. Der größte Strand „Playa Norte“ liegt direkt neben dem Hauptort (wo die Fähren anlegen) und ist in nur wenigen Minuten gut zu Fuß zu erreichen. Herrlicher Sand und warmes türkis-blaues Wasser laden hier zum Relaxen und schwimmen ein. Man kann frischen Fisch essen, der direkt vom Boot kommt und am Strand gegrillt wird und natürlich leckere Cocktails genießen. Dazu gibt es an jeder Ecke live Musik und viele Kinder, die hier vollkommen frei spielen können. 
Playa Norte
Zusammenfassend kann man sagen, dass, auch wenn Isla Mujeres kein Geheimtipp mehr ist, es auf der Insel dennoch erstaunlich ruhig und sehr entspannt zugeht. Gerade das Fahren mit den Golf Caddy macht bei den heißen Temperaturen richtig Spaß. Der Fahrtwind erfrischt und man hat die Möglichkeit, egal wo einfach schnell an zu halten und ins warme Meer zu springen. Die Strände sind sehr flach abfallend, ideal für Familien mit Kindern und tatsächlich schneeweiß.
Beim nächsten Mal werden wir zur Insel „Holbox“ fahren, die heute als wahres naturbelassenes Karibikparadies gilt und eine Insel der Entschleunigung ist. Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad und überall hängen zwischen den Kokospalmen bunte Hängematten. Auch sie befindet sich unweit von Cancun und kann sowohl im Rahmen eines Tagesausfluges als auch für einen längeren Besuch besucht werden. Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag, Eure Kessy

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