August 04, 2016

Island - eine wundervolle Insel voller Gegensätze

Iceland is not a destination. It is an adventure.




Es gibt Reisen, die, auch wenn sie nur wenige Tage dauern, unvergesslich bleiben. Meist sind das für mich eher Gefühle, Stimmungen, die ich damit verbinde und nach denen ich mich dann sehne.
So eine Sehnsucht hat mich nach unserem Trip nach Island, dem Land der Trolle und Elfen befallen.
Letztes Jahr zum ersten Mal da, konnte ich es kaum abwarten, wieder dahin zu fahren und so packten wir unsere Koffer und los ging die Reise...

Die Fülle an Eindrücken, die man vor Ort gewinnt, übertrifft für mich alles. So wechseln sich tosendes Brausen der Wasserfälle mit unsagbarer Stille unter sternenklarem Himmel ab.





Jede Nacht sitzen wir vor unserer Unterkunft, um dieser unglaublichen, für mich nie irgendwo anders je da gewesenen Stille zu lauschen. Keine Autos, kein Stadtlärm, der ablenkt – nur Stille, die einen so vollkommen zur Ruhe kommen lässt. Wie auch im letzten Jahr erging es mir jetzt wieder so, dass ich bereits am ersten Morgen das Gefühl hatte, schon längst angekommen zu sein und ein paar Tage vor Ort verbracht zu haben und vor allem so schnell nicht wieder weg zu wollen…



Schroffe Felsformationen, schneebedeckte Gletscher, unwirkliche Mondlandschaften, sprudelnde Geysire, strahlend blaue Seen, schwarzer Sand, saftig grüne Wiesen und überall lila blühendes Moss und Lupinien.
Ein einzigartiges Refugium der schönsten Naturformen. Dazu überall Tiere wie freilaufende Schafe, die unfassbar schönen Islandpferde, Wale, Robben und lustige Puffins, die Papageitaucher, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht heraus…
Über die dort vor Ort zu den Tieren angebotenen Touren werde ich euch auch noch berichten.
Viele verbinden Island auch im Sommer mit Kälte, dabei hatten wir dieses Jahr wieder ausgesprochen schönes, sehr angenehm mildes Wetter um die 20 Grad. Es empfiehlt sich aber immer, regenfeste Kleidung im Auto dabei zu haben, denn man sollte bedenken, dass sich hier zu jeder Jahreszeit die Wetterlage wirklich im 10 Minutentakt grundlegend verändern kann. Also am besten alles im Auto dabei haben. Meist steht über einem auch nur eine klar abgegrenzte Regenwolke, dann wartet man einfach bis sie vorbei zieht und gut ist es. Unsere Standardausrüstung sind feste Schuhe, Gummistiefel, Kapuzenregenjacke sowie Mütze und Tücher für den Hals. Dann Jeans und T-shirts, sowie oben Pullover oder Strickjacken. Sobald die Sonne durchkommt, ist es wirklich richtig warm, und so kann man bei Bedarf etwas ablegen. Dann haben wir auch immer Badesachen im Auto dabei, da die ganze Insel voller warmer Quellen – Hot Pots - ist, bei denen man einfach anhalten und sich entspannen kann. Zu den größeren Bädern, wie der „Blue Lagoon“ oder dem „Laugardalslaug"in Reykjavik komme ich bei den nächsten ausführlichen Posts. Aber so viel steht schon einmal fest, die Bäderkultur ist legendär und wir haben schon so manches skurilles und äußerst fröhliches Gespräch im dampfenden Wasser mit den Einwohnern geführt. Sie sind generell äußerst aufgeschlossen, liebevoll und erzählen von Herzen gerne über ihre schöne Insel. Die besten Tipps bekommt man, wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt. Voller Stolz markieren sie dann auf den Landkarten, wo man unbedingt anhalten sollte und erfährt aus erster Hand die wirklichen Insider.
Was ich persönlich so toll finde, ist die Sicherheit, die man hier verspürt. Die Hostels funktionieren zum Beispiel so, das, wenn man wie die meisten nach ihren Tagesausflügen erst nachts erscheint, eine Tafel draußen ist mit dem eigenen Namen, einem „Welcome“ und der Hinweis, in welches Zimmer man gehen soll. Dieses steht dann offen und man kann es sich ganz einfach bequem machen. Auch die vielerorts angebotenen Handcraft Sachen, wie selbstgestrickte Pullover oder Glücksbringer hängen einfach so da, sie würde hier nie jemand so klauen. Oberstes Gebot ist Vertrauen und Ruhe! Die Menschen und auch Touristen, die hier hin kommen, sind sehr achtsam und kultiviert, so dass man getrost in freier Natur campen kann, was auch super viele tun. Egal wo, einfach anhalten, Zelte aufbauen und ausschlafen, wo kann man das heutzutage schon noch? Und auch wenn wir letztes Jahr noch im Hotel waren, haben wir dieses Jahr Hostels bzw. Bungalows gewählt und würden es nie wieder anders tun! Die Unterkünfte sind auf Island wirklich sehr teuer und selbst einfache Hotelzimmer kosten meist 200 – 300 Euro pro Nacht! Auch wenn ich sonst Zelten super finde, lassen wir das auf Island aus, denn wenn man wie wir wirklich den ganzen Tag unterwegs ist und unglaublich viel unternimmt, tut abends eine heiße Dusche, ein frischer Tee und ein warmes kuscheliges Bett unglaublich gut! Daher haben wir dieses Mal sowohl Hostels als auch Bungalows getestet und finden beides super klasse. Während man im Hostel natürlich wenn man mag noch schneller ins Gespräch kommt, hat man im Bungalow seine absolute Ruhe.
Die Holzbauten stehen meist wunderschön gelegen und so kann man früh direkt auf der Holzterasse sitzen. Einfach perfekt. Aber auch die Hostels haben ihren Charme. Keine lauten Parties, da die meisten Menschen wirklich zum aktiv Urlaub kommen und abends erschöpft ins Bett fallen - aber der Vorteil einer kleinen eigenen Küche. Und als wir früh zum Schlüssel abgeben in die Küche geschlürft kamen, meinte der Hühne von Mann, der im Übrigen am Herd stand und lachend Eier vorbereitete, kein Tag ohne Kaffee und drückte uns ungefragt einen schönen frisch gebrühten in die Hand. Ein kleiner small talk und sofort fährt man mit einem Strahlen in den Tag… Wirklich sehr unkompliziert und angenehm! Sie entsprechen also absolut nicht den Klischees sondern sind eine perfekte Möglichkeit zum Ausruhen. Noch dazu sind sie meist klein und einfach süß.
Und welch wunderbare Ziele man gerade auch mit Kindern auf der Insel besuchen kann und auch unbedingt sollte, stelle ich euch im nächsten Post vor…Eure Kessy

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