Januar 07, 2019

ABENTEUER NORWEGEN - Tag 1: Haugesund, Låtefoss, Langfoss, Tvindefossen

Eine der eindrucksvollsten Reisen der letzten Jahre war für mich eindeutig der Ausflug nach Norwegen. Eine unglaubliche Landschaft, wie ich finde ganz anders als z.B. Island, die sich dem Besucher eröffnet.
Während es mir in Island vor allem die Weite, beispiellose Ruhe und Schroffheit angetan hat, ist es in Norwegen die Kombination aus sattestem Grün, dichten Nadelwäldern, hohen Bergen und dem dunkelblauem Meer. Dazu die Freundlichkeit der Einheimischen und die Lockerheit der Familien.
Besonders in Bergen erlebt man, wie familienfreundlich dieses Land ist. Schon der Anflug auf den Flughafen machte richtig gute Laune. Von oben kann man ganz eindeutig die zerklüftete Küste, die vielen Fjorde sehen.
Unsere Reise hat uns von Haugesund insgesamt über 1300 km bis nach Bergen gebracht.
Der Flughafen Haugesund ist sehr klein und überschaubar und wir haben dort unseren vorher bestellten Mietwagen entgegengenommen.
Da wir jeden Tag mehrere Hundert Kilometer weit reisen und uns absolut frei in der Natur bewegen wollen, decken wir uns zuerst immer vor Ort mit Lebensmitteln und ganz wichtig - Propangas ein.
Den Kocher bringen wir von Zu Hause mit, nur die Gasflasche kaufen wir vor Ort ein.
So haben wir die Möglichkeit, egal wo wir sind, einfach an zu halten und eine schnelle Mahlzeit oder auch Kaffee zu kochen.



Während uns bei Ankunft die warme Sommersonne begrüßte, änderte sich das Wetter sehr rasch und ging über in Dauerregen. Dafür sollte man sich unbedingt mit Funktionskleidung rüsten, denn der Regen hält gut und gerne mehrere Stunden an. Wir machten uns auf ins "Tal der Wasserfälle".
Låtefossen
 Der erste Halt war am "Låtefossen" - der als "König der Wasserfälle" bekannte Zwillingswasserfall. Man erreicht ihn über die Rv13, ca. 5 Kilometer nach dem Abzweig von der E134, in Richtung Odda. Er ist ein beliebtes Fotomotiv und hat eine Höhe von ca. 165 m.
Wenn man über die Straße läuft kann man auf der rechten Seite des Wasserfalls einen alten in Serpentinen fuehrenden Weg entlang gehen. Oben kommt man zu den Resten der Mauern des alten Hotels welches noch Anfang des 20. Jahrhunderts dort stand.
Danach ging es weiter auf der „E134“ zum „Langfoss“ Wasserfall. Er ist so imposant mit seiner Fallhöhe von 612 m und gehört zu den höchsten und Wasserfällen der Erde.
Das interessante ist, dass seine Wassermassen unter der Straße durch in den Åkrafjord abfließen. Man kann direkt neben der Straße auf einem Parkplatz anhalten.
Hier gibt es auch einen Kiosk um sich Kaffee oder Eis zu besorgen.
Vom Parkplatz aus kann man auf einem Wanderweg hoch auf das Plateau, von dem aus der Wasserfall in die Tiefe stürzt (durch den Fußgängertunnel und dann links halten) wandern. Der Pfad ist mit einem roten „T“ ausgeschildert, man braucht dafür aber wirklich festes Schuhwerk, da man einige Geröllfelder überwindet und sonst schnell abrutschen kann.
Man hat aber auch die Möglichkeit, vom Parkplatz aus nach unten zum Fjordufer ein paar Holztreppen zu gehen und sich den Wasserfall von dort aus anzuschauen.



Anschließend ging unsere Fahrt weiter, nur das wir jetzt schon so richtig Hunger hatten.
Wir hielten unterwegs am „Ringøy Camping“ an, der so idyllisch direkt am Wasser des Hardangerfjord gelegen ist.



Es gibt dort einige frei zugänglich Feuerstellen und Bänke und so haben wir uns etwas Leckeres gekocht und die Mittagspause genossen.
Anschließend fuhren wir weiter zu unserer ersten Unterkunft, die wirklich alles hielt, was an sich von einem typischen Norwegenurlaub wünscht. Sie liegt tatsächlich direkt am Fuße eines Wasserfalls.


Der Tvindefossen mit einer Fallhöhe von 150 ist Ausgangspunkt für viele Aktivitäten wie: Wanderungen, Rafting, Angeln und Baden, aber auch ein strategisch sehr guter Punkt, wenn man wie wir weiter fahren möchte Richtung „Flåm“.
Den Besucher erwarten geräumige Holzhütten mit knuffigen Bänken vor der Tür, gut ausgestatteten Küchen und sehr bequemen Betten.
Dazu das gleichmäßige Rauschen des Wasserfalls, wir haben wirklich geschlafen wie die Bären.
Im nächsten Teil berichte ich euch von Tag 2 unseres Ausfluges, 
liebe Grüße, Eure Kessy
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