Januar 10, 2019

Tromsø - Huskys im Winterwonderland - (Find the post in English below)

(Werbung da Firmennennung und Verlinkung, unbeauftragt) … wie ich Euch ja schon HIER geschrieben habe, war unser Besuch im winterlichen hohen Norden ein lang gehegter Traum. Wir hatten uns so lange darauf gefreut und gehofft auch eine Schlittentour mit Huskys machen zu können. Daraus wäre aber fast nichts geworden, denn wir hatten nur die Rentiertour (klick HIER) vorher fest gebucht und wollten uns um den Ausflug zu den Hunden erst vor Ort kümmern.
Wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass die Touren tatsächlich tagelang im Voraus ausgebucht waren. Also sind wir einfach zu den Büros vor Ort gegangen und haben uns dort auf die Warteliste setzen lassen. Immer wieder werden Leute krank oder kommen aufgrund der Schneemassen einfach nicht rechtzeitig vor Ort an. So kann man immer noch einmal nach rutschen. Und tatsächlich bekamen wir vormittags den Anruf, dass wir ein Plätzchen in der Nachmittagstour bekommen könnten. Unsere Tour haben wir bei "villmarkssenter.no" gebucht. Da der Vormittag aber mit Windböen von bis zu 70 km/h sehr stürmig war und der Schnee nicht schön langsam rieselte sondern uns gefühlt von rechts nach links um die Ohren flog, waren auch wir kurz davor auf zu geben. Bei diesem Wetter konnten wir uns einfach nicht vorstellen, dass es ein Erlebnis werden würde, im Schlitten zu sitzen und durch die freie Natur zu fahren. Aber Gott sei Dank besserte sich das Wetter zusehends und so machten wir uns auf den Weg. Der Minibus fuhr aus Tromsø kommend ca.30 Minuten nach Kvaløya („der Walinsel“) und bog dann auf eine dick schneebedeckte Waldstraße ein. Es ging leicht bergauf, bis wir vor dem Basislager zum Stehen kamen.
Als wir ausstiegen, wartete ein wahres Wintermärchen auf uns. Schneebedeckte Bäume und darunter mit vielen Lichtern geschmückte Jurten, überall Fackeln, eine wahrlich traumhafte Kulisse. Und was das Schönste war, waren die tatsächlich weit über 300 Hunde die fröhlich bellten und aufgeregt heulten.
Die Musher, also die Hundeschlittenführer, stammen aus 24 verschiedenen Nationen, die hier Hand in Hand miteinander arbeiten und ich glaube, dass man das nicht als Arbeit sondern als Passion bezeichnen kann. Einige von ihnen haben auch ihre eigenen Hunde und nehmen an den Sportrennen mit ihnen teil. Nach einer freundlichen Begrüßung bekamen wir die Möglichkeit, uns ein zu kleiden. Extra dicke Schneeanzüge (und wer möchte auch passende Schneeschuhe) bekommt man vor Ort (bei schlechtem Wetter werden auch Schneebrillen gegeben) man braucht also gar nichts mit zu bringen.
Währen der erste Teil der Gruppe schon zu den Schlitten mitgenommen wurde, gingen wir in eines der großen Zelte. Drinnen knisterte ein gemütliches Feuer und rund um die Feuerstelle standen Holzbänke und Tische.
Unsere Musherin versorgte uns zuerst mit köstlichem Schokokuchen, Kaffee und heißer Schokolade. Dann setzte sie sich dazu und erzählte ausführlich von ihrem Leben im Camp, wie der Alltag vor Ort aussieht und wie sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat und natürlich von ihrem ganz persönlichen Verhältnis zu den Hunden.
Dann zeigte sie uns vor dem Zelt an einem Schlitten die genaue Funktionsweise. Bei der heutigen Form steht der Musher am hinteren Ende des Schlittens auf den Kufen und lenkt das Gespann nur mittels seiner Gewichtsverlagerung (ähnlich wie beim Skifahren) dafür braucht man natürlich nicht nur viel Geschick sondern auch jede Menge Übung. Auch kennen die Musher all ihre Tiere nicht nur beim Namen sondern auch ihr ganzes Wesen und sie haben ein sehr inniges Verhältnis. Die Tiere reagieren alleine durch gerufene Kommandos oder teils nur einzelnen Tönen, die vom Leithund umgesetzt werden müssen.
Doch jetzt ging es für uns endlich zu den Hunden. Wir wussten nicht so recht, was uns erwartete, waren die Hunde rauh und wild wie die Natur hier oben? Nein, es ist kaum zu beschreiben aber sie sind alle unglaublich zahm, lieb und schmusig. Sobald sie die Besucher und Musher sahen, wedelten sie mit dem Schwanz und machten auf sich aufmerksam, um auch ja von den Schmuseeinheiten ab zu bekommen.
Immer 2 „Kumpels“ wohnen in einer Hütte, natürlich draußen, da sie die Kälte und den Schnee lieben und perfekt daran angepasst sind. Vor Ort war auch nur ca. 0 Grad, also keine „sybirische Kälte“.
Als Schlittenhunde werden hier „Alaskan Huskys“ eingesetzt, deren dichtes (Unter) Fell sowie ihre Ausdauer und der starke Bewegungsdrang gute Voraussetzungen für diese Aufgaben sind. Dann durften wir in die Kinderstube, wo die Jungen aufgezogen werden.
Sie darf und soll man auf den Arm nehmen, damit sie bestens sozialisiert und an die Menschen gewöhnt werden und nach 20 Minuten knuddeln mit den Süßen wollten wir uns am liebsten gar nicht mehr trennen. Sie haben schon in dem Alter ein ganz dickes Fell und dicke Felltapsen und verteilen mit großer Hingabe ganz viele Küsschen.
Nun stapften wir gemeinsam durch den Wald mit Blick über den Fjord und mittlerweile glasklarem Himmel.
Und es sollte nur wenige Minuten dauern, da hörten wir schon weitem die vielen Schlitten mit ihren Hunden die zu uns gefahren kamen. Ein unvergesslicher Gänsehautmoment.
Vor lauter Tatendrang bellten und heulten sie um die Wette. Die Kommunikation zwischen den Mushern und ihren Tieren ist einzigartig und faszinierend zugleich und man setzt sich in den Schlitten und kann nur staunen wie gut Mensch und Tier zusammen arbeiten. Fährt ein Schlitten zu dicht an den vorderen auf, verlangsamt der Musher mit wenigen Wortkommandos den Schlitten, um wieder Abstand zum Vordermann zu erhalten.

Schon diese kurze Zeit nutzen die Hunde, um ihrem Nachbarhund Küßchen zu geben oder die Nase in den Schnee zu stecken und laut zu heulen, damit es endlich weiter geht :) Nach der Schlittenfahrt schmust der Musher mit jedem einzelnen Husky seines Schlittens, lobt ihn und bringt die Tiere danach einzeln zurück zu ihren Hütten, wo sie von ihrem „WG Kumpel“ schon fröhlich schwanzwedelnd begrüßt werden. Ein so unvergessliches Erlebnis in den Wäldern Norwegens…

... on the way with the Huskies - Tromsø in winter

... as I have already written HERE, our visit to the far north was a long-awaited dream. We had been looking forward to it for so long and hoped to do a sled tour with huskies. But that would have been almost just a dream as we booked only the reindeer tour (click HERE) in advance and wanted to book the excursion to the Huskies only when we are in Tromso as we have seen many companies offering a dog sledding tour for a various price. We did not expect that all the tours were actually fully booked in advance. So we just went to one of the local booking offices in the town (Booking Point) and hoping for a no shows on the next day's tour we had been put on the waiting list. And in fact, we got a call in the morning that we could go with an afternoon tour if we want. We booked a tour straight away with Villmarkssenter (www.villmarkssenter.no) in the Booking Point office.
Since the morning the weather was harsh and stormy with wind gusts of up to 70 km/h and the snow/rain was falling horizontal, we were about to give up. In this weather, we simply could not imagine how it would be to sit in a sled and sledding around for half an hour with a speed of dog-sled. But thanks God, the weather improved rapidly for the afternoon so we made our way. Departing from Tromsø center, the minibus drove us to Kvaløya ("the whale island") for about 30 minutes and then turned onto a thick snow-covered forest road. It went slightly uphill until we came to a stop in front of the base camp.
When we got out, a true winter wonderland was waiting for us. Snow-covered trees and yurts decorated with tiny lights, almost clear sky, completely calm wind and the pleasant +1° C temperatures. We couldn't even wish better conditions for the visit. And what was absolutely fantastic, the sound of more than 300 dogs that barked happily and howled excitedly. The mushers (the drivers of the sled) and the tour-guides, come from 24 different nations, all work hand in hand with each other here and I believe that this can not be described as work but rather as a passion. Some of them also have their own dogs and participate in the sled race with them. After a friendly welcome, we were invited to a wooden tent. Inside, a cozy fire crackled and wooden benches and tables stood around the fireplace. Our guide served a delicious chocolate cake, coffee, and hot chocolate, then she sat down with us and talked about their daily life at the camp, how she turned her passion into a profession and of course her personal relationship with the dogs. When we all finished with a cake and the hot drinks we were directed to a dressing room where we could pick up extra thick snowsuits and snowshoes (in bad weather snow goggles are also given) so you do not need to bring anything else than gloves and hat. While the first part of the group was already taken to the sled, we went to get familiar with the sled and the mushers driving technique. In today's form, the musher stands on the runners at the back end of the sled and steers the sled only by shifting his weight (similar to skiing), which of course requires not only a lot of skill but also a lot of practice. The mushers also well know all the dogs they work with and they have a very close relationship. The dogs react only on single commands or single sounds, which must be received and understood by the leader dogs. After a short demonstration, we finally got to the dogs. We did not know what to expect, are the dogs rough and wild like nature up here? No, it's completely the opposite. They are all incredibly friendly, sweet and cuddly. As soon as they see the visitors and mushers, they wagging their tails and draw attention to themselves to get the visitors to come closer and cuddle with them.
Always two "buddies" sharing a hut, but of course, they are living outdoors because they love the cold and the snow as these dogs are perfectly adapted to it. As sled dogs Alaskan Huskies are used here, whose dense (under) coat keep them warm in the cold as well as their endurance and strong urge to move are good prerequisites for these tasks as a working dog. Then we were allowed to go to the "nursery", where the puppies are raised. You can and really recommended to pick up the puppies carry them on the arm so they are going to be well socialized and accustomed to the people. After 20 minutes cuddle with these adorable puppies, we wanted not to leave. They already have a very thick coat and with great devotion, they receive many kisses. After the nursery visit, we gathered together and walked along the narrow track through the forest with a view of a fjord under the finally crystal clear sky. It only took a few minutes, as we heard from a distance the sleds with their dogs approaching. An unforgettable goosebump moment. As we got comfortable in the sled all the dogs were barking, hungry and excited for a next run. The communication between the mushers and their dogs is unique and fascinating at the same time and you sit in the sled and can only marvel at how well humans and animals work together. If a sled moves too close to the preceding sled, the musher slows down the sled with a command or if for some reason this doesn't work, use the brake on the sled. Sometimes the convoy needs to stop to wait for the sleds behind. The dogs are using this time to cool themselves down with bathing in the snow or eating the snow also kissing each other. After the sled ride, the musher cuddles with every single husky of his group, praises them we were the last group for a day, brings the Huskies back to their huts, where they are greeted by their buddies and a cheerful tail wagging. Such an unforgettable experience in the forests of Norway ...
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