Januar 20, 2019

Abenteuer Norwegen - Tag 3: Wanderung zum Gletscher Briksdalsbreen & der Kleivafossen Wasserfall

Nach einer klaren Nacht am Fuße des Innvik Fjordes mit Lagerfeuer und Sternschnuppen fiel es uns wirklich schwer, diesen magischen Ort zu verlassen. Aber nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns letztendlich doch auf zum nächsten, ganz besonderen Naturerlebnis.
Schon der Weg dahin ist wunderschön, immer am Wasserrand entlang...
Der mächtige Gletscher „Briksdalsbreen“ ist ein westlicher Nebenarm des größten Festlandgletschers in Europa, des „Jostedalsbreen“ und Teil des gleichnamigen Nationalparkes. (den größten „Nicht Festlandsgletscher“ Europas findet man auf Island, siehe HIER)
Von einer Höhe von 1200 Metern fällt die wilde Gletscherwand steil ab zum Tal Briksdalen. Der höchste Punkt liegt etwa 1900 m über dem Meer. Die größte Ausdehnung erreichte die Gletscherzunge ca. 1760. Seitdem gab es immer wieder verschiedene Vorstoß - und Rückzugsphasen. In der 1990- er Jahren erreichte der Vorstoß dann seinen Höhepunkt. Der Gletschersee wurde wieder komplett mit Eis bedeckt.
Im Jahr 2008 endete die Gletscherzunge dann in 346 m Höhe, in dem auf dem Foto sichtbaren Schmelzwassersee, dem „Briksdalsvatn“. Doch seitdem zieht sie sich kontinuierlich immer weiter zurück. Auf der Wanderung vom Parkplatz nach oben, kann man auf verschiedenen Tafeln die seit 1900 jährlich gemessenen Vorderkanten Positionen sehen und damit hautnah verfolgen, wie erschreckend schnell die Gletscherschmelze voran geht. 
Der Parkplatz im Tal ist gut ausgeschildert und dort findet man auch den „Fjällgasthof“, von dem ein etwa 3 km langer Schotterweg in leichtem Anstieg zum Gletscherrand führt.
Dorthin kommt man entweder zu Fuß oder mit einem der offenen "Troll-Autos". 
Zu Fuß dauert es bei einem lockeren Spaziergang ca. 50 Minuten.
Aber diesen Weg solltet ihr euch wirklich unmöglich entgehen lassen.
Es ist absolut Natur pur. Man kann unterwegs Himbeeren, Brombeeren, Johannesbeeren und natürlich reife Blaubeeren ernten und gleich vernaschen. (Ein tolles Rezept für eure Blaubeeren findet ihr HIER)
Der Weg ist gesäumt von zahllosen Ziegen,
... die sich liebend gern streicheln lassen.
Aber man bekommt vor allem einen wunderbaren Einblick in die Natur. Der Wald erinnert ein wenig an einen Urwald und wird komplett natur belassen... vielleicht wohnen hier ja auch ein paar Elfen?
Die unterschiedlichsten, vom ewigen Eis geformten Gesteinsformen warten auf die Besucher.
Ich empfehle euch, etwas zu Essen und zu Trinken mit zu nehmen, denn unterwegs findet man Plätze mit atemberaubendem Ausblick und die bieten sich für eine Pause geradezu an.
Auf dem Weg nach oben kommt man vorbei am „Kleivafossen“.

Er ist eines der meist-fotografierten Motive Norwegens und wirklich beeindruckend aufgrund seines unglaublichen Volumens.
Wenn man etwas Glück hat und die Sonne scheint, sieht man darüber auch 1 oder 2 Regenbogen und kann sich etwas wünschen.
Und dann ist es auch gar nicht mehr weit. Man folgt einfach immer dem Gletscherfluss und plötzlich eröffnet sich vor einem das Tal mit dem Blick auf den Gletscher.
Probiert unterwegs am besten einen Schluck des frischen Gletscherwassers!
Und hier seht ihr noch einmal unsere Route vom Tag 3:
Am späten Nachmittag ging es nach einer kleinen Pause für uns weiter nach Bergen, einer Stadt die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe.
Aber davon berichte ich euch im nächsten Post, 
liebe Grüße, Eure Kessy

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